Chris fragte, ob er einen Gastkommentar für das diplog schreiben dürfe. Natürlich darf er!
Chris hat 2004 ein BA-Studium (FH Darmstadt) im Bereich Informatik beendet.
Here we go:
Nun ist es soweit. Es wird eine Abschlussarbeit verlangt. Egal ob Diplom-Arbeit, Bachelor-Arbeit oder Master Thesis. Es ist eine Herausforderung. Und zwischen den einzelnen Bezeichnungen liegt doch nur der Unterschied im Wort und nicht in der Arbeit oder der Herausforderung eines einzelnen.
Du musst nicht nur Dich selbst zufrieden stellen, was an sich schon einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad hat, sondern auch noch zwei Betreuer. Einen aus Deinem Unternehmen und einen aus der Hochschule.
Zum einen verzweifelt man schon an sich selbst. Man möchte nicht unbedingt der Beste sein, doch einzigartig soll sie sein. So besonders wie man selbst ist.
Und wie ein Damoklesschwert über einem schwingt, sind da noch mal zwei völlig unterschiedliche Menschen, die diese Arbeit auch noch bewerten… nach völlig unterschiedlichen Meinungen.
Dass Du das gut bewältigen wirst, bezweifelt keiner, außer Dir vielleicht in manchen Momenten.
Ich spreche aus meiner eigenen Erfahrung und will Dir hier nichts aufzwingen. Ich denke nur dass es Dir ähnlich gehen könnte- zumindest in einigen Dingen – und möchte Dir etwas mit auf den Weg geben.
Dies ist vielleicht Deine schwerste (theoretische) Prüfung, aber sie ist auch wunderbar und einzigartig.
Du gibst dafür mehr als für viele andere Dinge. Du wirst nachts nicht schlafen können, weil die Wichtigkeit Dich zerdrückt. Du arbeitest phasenweise Tag und Nacht. Du wirst keine Lust mehr haben, an allem zweifeln, eine extreme Unwichtigkeit erkennen und nach der Abgabe so leer sein, dass Du vor Deinem Schreibtisch stehst und gar nicht mehr weißt was Du jetzt machen sollst und machen könntest.
Denn diese Arbeit hat in der letzten Zeit Dein Leben komplett ausgefüllt und bestimmt.
Dann kommt der Stolz. Du wirst es vielleicht anders bezeichnen, aber es ist ein tolles Gefühl.
Du hast es geschafft. Du ganz alleine.
Und so geht es im Leben weiter. Dinge werden Dir aussichtslos und unwichtig erscheinen. Du wirst vielleicht aufgeben wollen oder verlierst den Mut, aber am Ende hast Du es gemeistert.
Denn Du schaffst alles was Du willst.
Du musst es nur wollen und Dein Ziel – egal welches – nie aus den Augen verlieren.
Der Druck der Uni und des Arbeitgebers wird Dir dabei nicht mehr unbedingt helfen, aber es gibt Menschen die das gerne übernehmen. Nicht unbedingt viele, aber genau die richtigen.
Mag sein, dass viele Dinge nicht auf Dich zutreffen, aber dass was ich Dir damit sagen möchte, hast Du verstanden.
Ich wünsche Dir die Disziplin, den Mut und die Kraft die Du jetzt brauchst.
Genieße diese besondere Zeit,
chris
Danke! ;)