February 23, 2006

Ergebnisse der Umfrage


Nachdem ich die letzten Tage etwas am Text geschliffen habe - aber nicht wirklich vorangekommen bin, ist nun die Auswertung der Umfrage beendet. Natürlich sind die Ergebnisse nicht repräsentativ aber trotzdem nicht uninteressant.
Befragt wurden Studenten der Berufsakademie in der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin aus den Studiengängen Wirtschaftsinformatik und International Business Administration.
Diese Einschränkung des Befragtenkreises lässt folgende Schlüsse zu:
Es handelt sich um junge, gut gebildete Personen, die im Allgemeinen das Internet intensiv nutzen und aufgrund des BA-Studiums über ein verhältnismäßig hohes Einkommen verfügen. Ich habe 74 gültige Fragebogen zurückerhalten.

Das sind im Groben die Ergebisse:
80 % wissen, was Weblogs sind
19 % lesen oft bzw. manchmal Weblogs
19 % kommentieren in Weblogs
11 % führen selbst ein Weblog

Während der Bekanntheitsgrad keinen eklatanten Unterschied zu anderen Studien aufweist, ist der Anteil der Personen, die selbst ein Weblog führen erstaunlich hoch.



February 20, 2006

Gastkommentar


Chris fragte, ob er einen Gastkommentar für das diplog schreiben dürfe. Natürlich darf er!
Chris hat 2004 ein BA-Studium (FH Darmstadt) im Bereich Informatik beendet.

Here we go:
Nun ist es soweit. Es wird eine Abschlussarbeit verlangt. Egal ob Diplom-Arbeit, Bachelor-Arbeit oder Master Thesis. Es ist eine Herausforderung. Und zwischen den einzelnen Bezeichnungen liegt doch nur der Unterschied im Wort und nicht in der Arbeit oder der Herausforderung eines einzelnen.
Du musst nicht nur Dich selbst zufrieden stellen, was an sich schon einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad hat, sondern auch noch zwei Betreuer. Einen aus Deinem Unternehmen und einen aus der Hochschule.
Zum einen verzweifelt man schon an sich selbst. Man möchte nicht unbedingt der Beste sein, doch einzigartig soll sie sein. So besonders wie man selbst ist.
Und wie ein Damoklesschwert über einem schwingt, sind da noch mal zwei völlig unterschiedliche Menschen, die diese Arbeit auch noch bewerten… nach völlig unterschiedlichen Meinungen.
Dass Du das gut bewältigen wirst, bezweifelt keiner, außer Dir vielleicht in manchen Momenten.
Ich spreche aus meiner eigenen Erfahrung und will Dir hier nichts aufzwingen. Ich denke nur dass es Dir ähnlich gehen könnte- zumindest in einigen Dingen – und möchte Dir etwas mit auf den Weg geben.
Dies ist vielleicht Deine schwerste (theoretische) Prüfung, aber sie ist auch wunderbar und einzigartig.
Du gibst dafür mehr als für viele andere Dinge. Du wirst nachts nicht schlafen können, weil die Wichtigkeit Dich zerdrückt. Du arbeitest phasenweise Tag und Nacht. Du wirst keine Lust mehr haben, an allem zweifeln, eine extreme Unwichtigkeit erkennen und nach der Abgabe so leer sein, dass Du vor Deinem Schreibtisch stehst und gar nicht mehr weißt was Du jetzt machen sollst und machen könntest.
Denn diese Arbeit hat in der letzten Zeit Dein Leben komplett ausgefüllt und bestimmt.
Dann kommt der Stolz. Du wirst es vielleicht anders bezeichnen, aber es ist ein tolles Gefühl.
Du hast es geschafft. Du ganz alleine.
Und so geht es im Leben weiter. Dinge werden Dir aussichtslos und unwichtig erscheinen. Du wirst vielleicht aufgeben wollen oder verlierst den Mut, aber am Ende hast Du es gemeistert.
Denn Du schaffst alles was Du willst.
Du musst es nur wollen und Dein Ziel – egal welches – nie aus den Augen verlieren.
Der Druck der Uni und des Arbeitgebers wird Dir dabei nicht mehr unbedingt helfen, aber es gibt Menschen die das gerne übernehmen. Nicht unbedingt viele, aber genau die richtigen.
Mag sein, dass viele Dinge nicht auf Dich zutreffen, aber dass was ich Dir damit sagen möchte, hast Du verstanden.
Ich wünsche Dir die Disziplin, den Mut und die Kraft die Du jetzt brauchst.
Genieße diese besondere Zeit,
chris

Danke! ;)



February 17, 2006

Hilsen fra Trondheim


Liebe Grüße aus Trondheim! Seit gestern morgen bin ich nun im schönen Norwegen.
Und seit dem war ich auch schon verhältnismäßig produktiv. Das erste Kapitel ist schon mal fertig – in der Rohfassung zumindest. Der Feinschliff sowie die ordnungsgemäße Formatierung der Quellenangaben usw. folgt in den kommenden Tagen.

Im zweiten Kapitel werde ich nun die Funktionsweise von Weblogs erläutern. Neben den grundlegenden Funktionen werde ich auf die verschiedenen Hostingmöglichkeiten und die Blogosphäre etwas detaillierter eingehen. Ein ganz interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang ist auf jeden Fall die Indexierung von Weblogs in Suchmaschinen. Durch die häufige Aktualisierung der Inhalte werden Weblogs in den Suchmaschinenalgorithmen meist höher ‚gerankt’ als herkömmliche Webseiten. Trotz meiner regelmäßigen Eintragungen liegt der Google-Pagerank momentan noch bei 0. Allerdings ist das Blog bereits kurz nach dessen Veröffentlichung im Googleindex gelandet und ist laut der Blogcounter-Statistik eines der oberen Suchergebnisse bei dem Suchbegriff „Betriebsstudium“.



February 15, 2006

Zahl der Weblogs in Deutschland


Fittkau & Maas Consulting hat in einer Studie im November letzten Jahres festgestellt, dass ca. 4% der deutschsprachigen Internetnutzer ein Weblog führen, welches diese mind. 1x monatlich aktualisieren. Gehen wir mal davon aus, dass in Deutschland ebenfalls 4% der bundesdeutschen Internetnutzer ein Weblog führen.
Glaubt man der ARD/ZDF-Onlinestudie, sind ca. 56 % aller Bundesdeutschen über 14 Jahre regelmäßig im Internet.
Wenn es laut dem Statistischen Bundesamt in der Bundesrepublik nun also 71,5 Mio Einwohner über 14 Jahre gibt, und davon 56% (ARD/ZDF), also ca. 40 Mio, das Internet regelmäßig nutzen, haben 4% (Fittkau & Maas) davon ein Weblog, welches halbwegs regelmäßig genutzt wird. Das wären dann grob geschätzt ca. 1,6 Mio aktive Blogger bzw. Weblogs in Deutschland.
Das ist schon ein erheblicher Unterschied zu den 60 – 70 Tausend geschätzten Weblogs in Deutschland, die im September 2004 durch die Berlecon-Studie ermittelt wurden.
Ich bin mir bewusst, dass diese Schätzung wirklich sehr ungenau ist (deutschsprachige ungleich ‚Deutsche’; Erhebungsverfahren etc..) aber es zeigt die Größenordnungen, in denen sich die deutsch(sprachig)e Blogoshäre bewegt.



February 14, 2006

Der Stand der Dinge


Ich hatte heut ein weiteres Treffen mit meinem Erstkorrektor. Das lief alles in allem sehr zufrieden stellend. Ich habe eine kleine Umfrage über die Verbreitung von Weblogs unter den Studenten der BA vorgeschlagen und er fand die Idee ganz gut. Der Fragebogen ist fertig konzipiert und liegt zur Versendung bereit. Das werde ich wohl heute Abend noch machen. Ich hoffe mal auf einen regen Rücklauf. Ich erreiche mit der Umfrage ca. 250 – 300 Leute. Repräsentativ wird das Ergebnis da natürlich nicht sein, aber ich erhoffe mir ein paar anschauliche Ergebnisse. Schließlich ist die ‚Zielgruppe’ recht gut formulierbar. Jung, gut gebildet und (da BA-Student) verhältnismäßig vermögend. Außerdem kann bei BA-Studenten der Fachrichtungen Wirtschaftsinformatik und Int. Business Administration wohl davon ausgegangen werden, dass diese regelmäßig das Internet nutzen.
Schauen wir mal.

Morgen Abend geht’s dann übrigens nach Norwegen. Ich hoffe ich kann die lange Nacht (wenn alles klappt, komme ich am Donnerstag morgen gegen 7.00 Uhr in Trondheim an) fürs Literaturstudium nutzen..



February 9, 2006

Bibliothek 1.0


Als Wirtschaftsinformatiker hat man immer einen leicht verklärten Blick auf die Realität. Die ganze Welt funktioniert in einem perfekten Workflow, denkt man sich. Schließlich gibt’s Computer nicht erst seit gestern. Kundenorientierung ist auch kein Wort des Fremdwörterbuchs mehr und sogar bei Schlecker kann man seit geraumer Zeit im Internet einkaufen… aber Bibliotheken.. ?!
Nicht nur, dass die Staatsbibliothek zu Berlin anmaßende Preise hat und eine Kundenkommunikation betreibt, in der das Wort ‘bitte’ nicht vorhanden ist. Nicht nur, dass die Bibliothek der Berufsakademie Berlin weder an regionale Datenbanksysteme zur Bücherrecherche angeschlossen ist, noch eine Internetsuche für den eigenen OPAC anbietet. Sondern auch, dass man in der Bibliothek der FHW Berlin erst einen Tag nach der Anmeldung ein Buch entleihen darf… . Aber WLAN, das haben die.



February 8, 2006

Das erste Mal?!


Ich habe heute u.a. über die Entstehung von Weblogs geschrieben.
Das erste Mal, dass ich mit Weblogs in Berührung kam war 2003. Das bemerkenswerte daran: Ich habe nicht im Internet zum ersten Mal davon gelesen/gehört. Es war im Chaos Computer Radio eines mittwochnachts(das Rechtschreibprogramm meint, dass wäre so richtig) auf Fritz.
Wenig später habe ich dann selbst meine ersten Erfahrungen damit gesammelt. Um mal ein paar Kommentare zu provozieren, hätte ich gern von euch gewusst, wann ihr das erste Mal von Weblogs gehört habt und evtl. selbst damit angefangen habt. Auf Wunsch werden Eure Blogs, sofern nicht schon geschehen, auch verlinkt.



Backuptool


Stell Dir vor Deine Diplomarbeit ist fast fertig und kurz vor der Abgabe, als Deine Festplatte mit einmal anfängt komisch zu klicken und Dein Betriebssystem wenig später abstürzt. Bei einem Neustart bleibt der Rechner bereits nach wenigen Sekunden mit einer Fehlermeldung hängen. Die Festplatte ist kaputt und alle auf ihr gespeicherten Daten sind vermutlich für immer ins Datennirvana entflohen..
Ein Alptraum. Deshalb benutze ich das Tool AllwaySync. Es ist für den privaten Gebrauch kostenlos und synchronisiert Daten auf verschiedenen Datenträgern automatisch miteinander. Dafür können Zeitabstände und Ereignisse (z.B. USB-Stick anstöpseln) definiert werden. Das Tool leistet gute Arbeit bei mir. Allerdings ist es mir bisher nicht gelungen, Synchronisierungen mit einem FTP-Server oder einem gemappten Gmail-Drive durchzuführen. Also gar nicht Web 2.0 das Tool. Aber sonst wirklich zu empfehlen.

http://allwaysync.com/

Btw: Ich bekomme für diesen Eintrag kein Geld – auch wenn’s so klingt ;o)



February 6, 2006

Staatsbibliothek zu Berlin


Ich war heut in der ‚Staatsbibliothek zu Berlin’. Dort steht das Buch „Die heimliche Medienrevolution“ von Erik Möller im Lesesaal zur Verfügung. Das Buch scheint sehr beliebt, es ist in den Unibibliotheken Berlins und Potsdams ständig vergriffen. Im Handel ist dieses Buch zurzeit auch nicht erhältlich. Amazon und andere weisen aber darauf hin, dass es noch in diesem Monat in einer neuen Auflage erscheinen soll. Ich musste also in den sauren Apfel beißen und mir eine Monatskarte zur Nutzung des Lesesaals für 10 Euro(!) kaufen. Aber das Geld hat sich gelohnt. Das Buch ist superinteressant, auch wenn es teilweise weit über das Thema meiner Diplomarbeit hinausgeht. Die aktualisierte und erweiterte Auflage werde ich mir unabhängig von dieser Arbeit besorgen.
Aber auch die Bibliothek ist echt nett. Sehr viele Leseplätze zum konzentrierten Arbeiten. Ich muss zugeben, dass ich bisher noch nirgends so produktiv an meiner Diplomarbeit gesessen habe wie dort.

Bibliotheken haben schon was Besonderes. Zugegeben: ich bin da familiär vorbelastet aber dieses geballte Wissen zu sehen und diese vielen Menschen, die dort vermutlich freiwillig (sonst können sie ja auch im Internet recherchieren) ihren Wissensdurst stillen. . ich finde, dass hat was.
Aber natürlich ist nicht alles Sonnenschein: Es gibt kein WLAN und die Preise für den Zutritt sind echt heftig (10 €/Monat / 25€/Jahr / keine Ermäßigung).

Zum Buch:
Möller, Erick (2005):
Die heimliche Medienrevolution – wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern, Heise Zeitschriftenverlag, Hannover 2005



February 5, 2006

Darf ich das auch?


Viel cooler als die langweiligen Excel-Standarddiagramme.



February 3, 2006

Sensation!


Naja.. fast zumindest. Ich habe heute mit meinem Ausbildungsreferenten und meinem Diplombetreuer gesprochen und beide hatten nichts dagegen: Ich werde nun also einen Teil meiner Diplomarbeit in Trondheim, Norwegen schreiben. Um ehrlich zu sein habe ich nicht damit gerechnet, dass es keine Einwände gibt. Die Flüge, Busse und Züge sind gebucht. Am 15 Februar geht’s los. Bis dahin heißt es jetzt fleißig ackern, Quellen besorgen und gute Vorarbeit leisten. .. Das hat natürlich dazu geführt, dass ich heute wenig produktiv war. Aber günstige Flüge finden und buchen hatte erstmal vorrang. Dafür mache ich auch am Wochenende weiter.. also zumindest habe ich mir das vorgenommen.



February 2, 2006

Wie muss ein Corporate Weblog aussehen?


Diese Frage beantwortet Martin Röll in seinem E-Business Weblog. Oder eben auch nicht..



Disziplin


.. etwas, wovon ich dringend eine Portion mehr brauche.
Jetzt habe ich zwar einen Leitfaden in Form der Gliederung aber nun geht’s ans Recherchieren und Schreiben. Die Zahl der brauchbaren Bücher zu diesem Thema ist überschaubar. Im Internet gibt es natürlich Infos ohne Ende. Aber das Lesen.. und das selber Schreiben.. und ich habe ja noch so viel Zeit.. zumindest denke ich das..
Ganz offensichtlich: Es fehlt an notwendiger Disziplin.
Ein Plan muss her, mindestens einer. Ein Zeitplan, für die gesamte Arbeit und dazu noch ein Tagesplan für den täglichen Ablauf. Früh aufstehen, nicht ablenken lassen, viel schaffen.
Ob ich das wirklich durchhalte..?



February 1, 2006

Weblog ‘gelauncht’


Ab heute nun ist dieses Weblog öffentlich. Ich hoffe auf viele interessierte Leser und zahlreiche Kommentare in den nächsten Wochen.
Da es schon eine Frage diesbezüglich gab, möchte ich es gleich ansprechen:
Die Arbeit soll natürlich trotz dieses Weblogs von mir verfasst werden. Das heißt es geht mir nicht darum Ideen, die in Kommentaren angesprochen werden könnten, später als meine Eigenen zu verkaufen. Ich denke, dass diese Angst auch wenig begründet ist. Ich habe nicht vor, Teile der Diplomarbeit vor Abgabe an dieser Stelle zu veröffentlichen. Vielmehr möchte ich schildern, welche Prozesse während der Bearbeitung einer Diplomarbeit / Abschlussarbeit auftreten bzw. auftreten können. Von der Themenfindung über die Bearbeitungsfortschritte bis hin zum Feinschliff und der Abgabe.
Die Veröffentlichung des Grobkonzeptes einer Gliederung soll dem Leser einen Einblick geben, wie ich das Thema bearbeiten möchte. Sicherlich kann ich nicht verhindern, dass es an dieser Stelle auch zu möglicherweise sinnvollen Hinweisen kommen kann - aber mal ehrlich: Die könnten auch im Gespräch mit jeder beliebigen Person entstehen.

Ich wünsche allen Lesern viel Spass! Ich freue mich natürlich sehr über Feedback.



Die Gliederung


Das Wichtigste ist ja erstmal die Gliederung. Einen Entwurf davon zeigte ich vorgestern und gestern meinem Firmen- und meinem Hochschulbetreuer. Angebrachte Kritik und Änderungswünsche waren konstruktiv und haben ganz sicher zu einer erhöhten Übersichtlichkeit beigetragen.
Diese Gliederung wird in den nächsten Wochen der Leitfaden meiner Recherchen und Texte sein.

Die Gliederung gibt’s hier zur Ansicht.
Sie gilt mehr als Orientierung und wird in der fertigen Arbeit sicherlich etwas anders aussehen. Einige Gliederungspunkte werde ich auf jeden Fall noch umbenennen müssen.