March 31, 2006

Stand der Dinge III


Der Monat März ist zu Ende und es wird wieder Zeit für eine kleine Bestandsaufnahme. Nach meiner ursprünglichen Planung, wollte ich Anfang April mit dem Schreiben fertig sein und mit dem Feinschliff beginnen. Glücklicherweise hab ich nach hinten noch viel Puffer eingerechnet, denn ganz so weit bin ich noch nicht. Das heißt, das letzte Kapitel – das Praxiskapitel - will noch geschrieben werden. Im Grunde ist schon alles vorbereitet – es muss eben nur noch geschrieben werden. Danach folgen noch Kleinigkeiten wie das Einfügen von ein paar Bildern, der Anhang, die Überarbeitung der Quellenangaben und die Formatierung der Arbeit. Daher bin ich eigentlich ganz zuversichtlich. Mir fällt aber auf, dass genau diese Zuversicht von Tag zu Tag sehr sehr unterschiedlich ist. Es gibt Tage, da verfalle ich förmlich in Panik, weil ich denke, noch so viel zu tun zu haben und an anderen Tagen sehe ich recht lässig auf die To-do-Liste und freue mich bald fertig zu sein.
Ich mach dann mal weiter…



March 23, 2006

Das musste ja passieren..


In den ersten Wochen des Schreibens der Diplomarbeit, habe ich noch sehr auf Backups geachtet. Neben der mehrfach täglichen automatischen Sicherung durch allwaysync, schickte ich mir das editierte Dokument auch noch mal per e-Mail zu oder schob es auf einen FTP-Server. Mit der Zeit wurde ich da etwas nachlässiger. Ein bis zwei mal pro Woche machte ich ein manuelles Backup – sonst verließ ich mich auf allwaysync. Und heute: da habe ich die Quittung dafür. Anstelle des gestern noch bearbeiteten Dokumentes, finde ich nur noch eine Version vom 20.03.. Die Arbeit der letzten zwei Tage verschwand spurlos im Datennirwana meiner Festplatte.
Die Ursache dafür ist mir noch nicht ganz klar. Ich vermute, dass es alwaysync zu tun hat. Habe gestern ein Update von diesem Programm eingespielt.

Das ist natürlich ärgerlich, auch wenn ich mich an das Geschriebene noch ganz gut erinnern kann. Ab jetzt wird wieder sorgfältiger auf Backups geachtet. Nicht, dass es nachher noch heißen muss:
„Aus Fehlern wird man klug - drum ist einer nicht genug“



March 21, 2006

Interview zum Sony-Blogsponsoring auf lumma.de


Ich habe gestern ein Interview mit Christopher Plantener von Dentsu Digital geführt. Es ging um Blogsponsoring, speziell und das Sony Aibo - Sponsoring auf lumma.de.

Das Interview steht als Podcast und zum Nachlesen als pdf zur Verfügung.
Ich bitte die geringe [edit]Ton-[/edit]Qualität des Interviews zu entschuldigen. Für das erste Mal und trotz des schlechten Mitschnittes des Telefongespräches ist es ganz OK, hoffe ich.

[podcast.mp3] – knapp 14 Minuten, 7,4 MB
[interview.pdf]

Ich bedanke mich bei Christopher Plantener für das Interview.



March 14, 2006

Interview mit Spreeblick-Johnny


Zur Unterstützung meiner Diplomarbeit bat ich Johnny Haeusler vom Spreeblick um die Beantwortung ein paar Fragen zu seinem Weblog und zu Weblogs allgemein. Spreeblick.com wird ein Beispiel sein, an dem ich die Funktionsweise und ‘Macht’ privater Blogs in meiner Diplomarbeit erläutern werde. Schließlich ist der Spreeblick das momentan erfolgreicheste deutschsprachige Weblog (laut blogscout)..

Bist Du Dir als sog. ‚A-Blogger’ einer gewissen Gatekeeper- & Meinungsbilder-Funktion bewusst?
Ich trage eine Verantwortung für das, was ich schreibe, na klar, aber das tue ich bei 10 Lesern wie bei 10.000. Ich habe mich ja selbst nie zum “A-Blogger” oder “Gatekeeper” ernannt. Offenbar interessiert viele Menschen, was auf Spreeblick erscheint. Das freut mich, aber man darf das auch nicht überbewerten. Ich glaube, jedes Blog kann ein Teil der Meinungsbildung der Leser sein und einen Beitrag leisten, so auch Spreeblick.

Wird das ‚Phänomen Weblog’ Deiner Einschätzung nach in der jetzigen Form Bestand haben?
Es wird sich einpendeln. Und etwas, das zu einer Normalität gelangt ist, ist kein Phänomen meh

Wie schätzt Du den Nutzen von Weblogs im unternehmerischen Umfeld ein, bezogen auf die Anwendung unternehmensintern als auch –extern?

Tja. Kann ein schnelles und billiges Intranet sein, oder? Unternehmen haben es bisher kaum geschafft, Transparenz und Ehrlichkeit auf ihrer Website darzustellen, wieso sollte es ihnen mit Blogs plötzlich gelingen? Ein bloggendes Unternehmen kann sehr spannend sein, aber ich bin nicht sicher, ob die Unternehmen dafür schon reif sind.

Geschäftsidee Spreeblick Verlag:
Kannst Du bitte kurz etwas zu der Entwicklung der Zugriffszahlen auf Deinem Blog „Spreeblick” sagen? Wie sieht die Entwicklung der anderen Spreeblick-Verlag Blogs aus?

Spreeblick läuft stetig besser. Derzeit, was wahrscheinlich nicht repräsentativ ist, liegen wir bei knapp 100.000 Leser/-innen am Tag. Wird sich bei 10.000 einpendeln, denke ich. Zahlen, auch der anderen Blogs, sind aber für jedermann unter http://counter.blogscout.de einsehbar.

Ab wann war das Bloggen für Dich mehr als ein Hobby? / Wann hattest Du die Idee aus dem Hobby eine Geschäftsidee zu achen?
Ende 2004, als ich durch den Jamba-Fall gemerkt habe, dass viel Potential in dem Meidum steckt, es aber viel Einsatz und Zeit brauchen würde, um dieses Potential auszunutzen. Ih habe schon immer gerne meinen Lebensunterhalt mit Dingen verdient, die ich gerne tue, die Idee lag daher nahe.

Wie würdest Du die Leser Deines Weblogs „Spreeblick” beschreiben? / Gibt es eine ‚Zielgruppe’, die Du direkt versuchst anzusprechen?
Nö. Jeder, dem Spreeblick gefällt, ist willkommen. Das allein ist ja Gemeinsamkeit genug.

Wie wird die Kommerzialisierung von Teilen der Blogosphäre aufgenommen? - Hatte die Einbindung von Werbung / Sponsoring Auswirkungen auf die Zahl der Leser?
Am Anfang befürchteten ein paar Leser/-innen einen “Ausverkauf”. Da dieser nicht statgefunden hat, haben sich die meisten beruhigt. Die Zahlen gehen konstant nach oben, Einbrüche durch Werbung hat es nicht gegeben.

Der Fall „Jamba”:
Warst Du Dir bewusst / hast DU gehofft, dass Dein „Jamba-Kurs” in etwa das auslösen würde, was es im Endeffekt ausgelöst hat? (letztendlich Absetzung von Klingeltonwerbung auf MTV - indirekt)

Ich hatte gehofft, dass der Artikel durch den Stil bei Jamba-Kunden ankommt und auch von Eltern gelesen wird. Dass sich Jamba selbst einschaltet und damit für noch mehr Wirbel sorgt konnte keiner voraussehen. Dass sich ein bisschen etwas bewegt hat, hat mich natürlich sehr gefreut.

Wie war die Entwicklung der Zugriffszahlen / Verlinkungen zu dieser Zeit?
Damals haben wir noch nicht wirklich mitgezählt, aber nachdem SpOn uns verlinkt hatte, stand der Server für ein paar Tage unter sehr starkem Beschuss. Innerhalb von ein paar Tagen waren eine knappe Million Leute bei uns.

Würdest Du sagen, dass Du ohne den Beitrag „Jamba-Kurs” eine ähnliche Popularität in der deutschen Blogosphäre hättest?
Keine Ahnung. Die “Du bist Deutschland”-Debatte hat auch viel gebracht. Und jetzt das dämliche Video… Wenn das alles nicht gewesen wäre, wäre sicher alles anders gekommen, na klar.

Willst Du noch was loswerden?
Nee, dafür habe ich ja Spreeblick. :)

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Vielen Dank, Johnny.



March 3, 2006

Interview zu Corporate Weblogs


Martin Röll beschreibt im Podcastinterview von Sebastian Keil auf Pöbler.de, wie Weblogs für Unternehmen nutzbar sein können. Er geht dabei auf das interessante Problem der angemessenen Kundenkommunikation ein und beschreibt seine Arbeit als Referent und Berater.
Leider bezieht er die Nützlichkeit von Weblogs lediglich auf den Bereich des Marketings und nicht auf Anwendungsbereiche in der internen Unternehmenskommunikation wie zum Beispiel im Projektmanagement, im Knowledgemanagement oder zur Mitarbeiterkommunikation.

[update]
Martin Röll geht in den Kommentaren auf die oben genannten Punkte ein..



March 1, 2006

Stand der Dinge II


Es ist März und mal wieder Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. In den letzten Tagen habe ich auch das zweite der vier Hauptkapitel fertig gestellt. Nachdem ich nun die grundlegenden Funktionen von Weblogs und die Funktionsweise der Blogosphäre erläutert habe, geht es im Folgenden um die Anwendungsgebiete im Unternehmen. Weblogs in der internen Unternehmenskommunikation, als Werkzeug des Marketings und natürlich der Einfluss der Blogosphäre auf Unternehmen finden Berücksichtigung. Ich hoffe mit einigen Fallbeispielen arbeiten zu können und habe in den letzten Tagen auch schon eifrig herumtelefoniert und ge-e-mailt um mit den entsprechenden Personen Kontakt aufnehmen zu können.
Angedacht sind auf jeden Fall die Jamba-Story vom Spreeblick und das Blogsponsoring von Sony auf lumma.de.



Blog Comics


3 Comics, über die wohl nur Blogger lachen können: Blog Comic 3 .. das zeigt auch das Ergebnis meiner Umfrage: 11% betreiben ein Weblogs aber lediglich 4% lesen oft in anderen Blogs Blog Comic 2 Blog Comic 1